Mission Statement

Was wir erreichen wollen

Vision. In unserer Welt stellt der zu Fuß gehende Mensch das Rückgrat des Verkehrsgeschehens dar. Die Grundlage für sämtliche Infrastrukturplanungen sind die Bedürfnisse des Fußgehers.

Die ideale Siedlung ist so beschaffen, dass die Bedürfnisse des täglichen Lebens mit geringstem externen Energieaufwand befriedigt werden können.

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Aktuell

Verkehrshimbeere 2012 vergeben!

Die Verkehrshimbeere 2012 geht an Grazer Nasenrückbau und Wiener "Tiller-Schwenk"

Grazer Nasenrückbau

Die "Plattform für nachhaltige Mobilität - PlattMobil" verleiht die heurige Verkehrshimbeere nach Graz - an den Bürgermeister Siegfried Nagl und ÖVP Verkehrssprecher Peter Mayr. Mit der Verkehrshimbeere bedacht wird der erneute Abbau einer noch gar nicht fertiggestellten Gehsteignase am Grazer Dietrichsteinplatz.

Johannes Kehrer, Stellvertretender PlattMobil-Obmann erklärt, dass sich Gehsteigvorziehungen - auch Ohrwascheln oder Nasen genannt - in der kommunalen Verkehrspraxis bewährt haben. Sie sind absolut sinnvolle Maßnahmen zur Erhöhung der Fußgeherqualität und Sicherheit. Tadej Brezina, Obmann von PlattMobil, präzisiert: "Der autofreundliche Rückbau einer noch nicht fertiggestellten Fußgehermaßnahme gegen die Anwohnerinteressen ist eine Geldverschwendung ersten Ranges. Das ist urbane Retro-Verkehrspolitik."

Zusatzinfo: Dringlicher Antrag von Peter Mayr (ÖVP) auf Rückbau der Gehsteigvorziehung

Für Radfahrer im 19. Bezirk: gut gemein(t).

Zusätzlich verleiht die Jury eine Verkehrshimbeere in der Kategorie "gut gemein(t)" an die Stadt Wien und den Bezirksvorsteher von Wiens 19. Bezirk, Adolf Tiller, für den "Tiller-Schwenk" am Donaukanalradweg. Der jetzt schon viel zu enge Donaukanalradweg windet sich im 19. Bezirk zwischen den Brückenpfeilern der Hochstraße Richtung Klosterneuburg und Parkplätzen. Statt die Parkplätze vom Rad- und Fußweg auf die Fahrbahn zu verlegen, wurde ein zu schmaler und uneinsichtiger Schwenk um den Pfeiler hinasphaltiert - der "Tiller-Schwenk".

Brezina und Kehrer fragen sich: "Wird sich dieser "Tiller-Schwenk" durchsetzen als Begriff für komplizierte und gefährliche Nicht-Lösungen im Sinne einer Stellplatzbewahrungspolitik um jeden Preis?"

Radwegbenutzungspflicht

Eine lobenswerte Erwähnung wird an die Bundesverkehrspolitik von ÖVP und SPÖ (Verkehrsministerin Bures) ausgesprochen. Beide haben's auch in dieser Novellierung der Straßenverkehrsordnung noch nicht geschafft, eine generelle Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht umzusetzen. Stattdessen wurde die selektive Aufhebung einzelner Abschnitte ersonnen, ohne Qualitätskriterien einzuführen.

Tadej Brezina führt aus, dass eine Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht und eine Kopplung an nachvollziehbare, verpflichtende Qualitätskriterien für Radinfrastrukturen notwendig ist, um dem Radverkehr in Österreich weiter zu entwickeln. Johannes Kehrer meint unterstützend: "Nur Mut, Frau Ministerin und Herr Bartenstein, die gesteigerten Radfahrerzahlen in unseren Städten benötigen auch rechtliche Instrumente wie in fortschrittlichen Radfahrnationen!"

Und übrigens ...

... die geplante Lobau-Autobahnuntertunnelung wurde auch eingereicht. Sie wurde von der Jury als frappierendes Beispiel des Beharrens auf gigantischen Projekten im verkehrspolitischen Geiste der 1960er Jahre mit einem Sonderpreis bedacht. Milliardenschwere Tunnels, zusätzliche Straßenbauten und das ganze im ökologisch sensitiven Naherholungsgebiet der Stadt sind KEINE zukunftsgerichtete Verkehrspolitik.

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